MM.Kosum und Ollie Gandul Reyes stellen im Keramikkünstlerhaus aus + After-ArtTour-Party!

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Arbeitsprozess MM. Kosum und Ollie Gandul Reyes; Foto: Marien Rauch

Am Donnerstag, den 11. September um 18 Uhr eröffnet die Ausstellung der beiden aktuellen Gastkünstler:innen MM. Kosum aus Thailand und Ollie Gandul Reyes aus Spanien! Zu sehen sind Arbeiten, die im Rahmen des internationalen °Ceramic Artist Exchange – Tandem Programms innerhalb von sechs Wochen intensiven Arbeitens und Austauschens entstanden sind.

Am Freitag, den 12. September, ab 22 Uhr findet erstmals die After-ArtTour-Party im Keramikkünstlerhaus statt! Mit der ArtTour wird jedes Jahr das Kunstfestival Kunstflecken in Neumünster eingeläutet.

Wir laden zu einer kurzen, geführten Ausstellungstour um 22 Uhr ein, die spannende Einblicke in die internationale zeitgenössische Keramikkunst eröffnet. Im Anschluss erwartet euch ein besonderes Highlight: ein DJ-Set von Julia Hasenpusch vom Kulturbüro – bei gutem Wetter im Garten, bei Regen gemütlich im Haus. Gleichzeitig öffnet unsere Bar und bietet erfrischende alkoholische und alkoholfreie Köstlichkeiten.

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MM.Kosum: Arbeitsprozess; Foto: Marilen Rauch

MM.Kosum hat während ihres Aufenthaltes die Arbeit World Without Sorrowentwickelt. Ein Brunnen, der aus übereinandergestapelten keramischen Skulpturen besteht, die sie von Hand geformt und konstruiert hat. Indem sie ihre Arbeit mit Ton auf architektonische und rituelle Formen ausdehnt, entsteht ein Werk, das Wasser, Erinnerung und Vorstellungskraft trägt. Geprägt von ihrem Interesse an Landschaften, Gebäuden, Wesen und Nicht-Wesen sowie an den Geschichten, die im Gedächtnis nachhallen, entfaltet sich der Brunnen als eine Landschaft, in der Beobachtung und Emotion zusammenfließen. Er ruft Fragmente ritueller Architektur hervor, in denen die Nostalgie nach Menschen und Orten sich in einen Raum verwandelt.

World Without Sorrow imitiert eine Welt, die nirgendwo sonst existiert außer in ihrem Geist – zugleich heilig und verspielt, glücklich und wahnhaft, schön und zerbrochen.

https://www.instagram.com/mm.kosum/

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Ollie Gandul Reyes: Arbeitsprozess; Foto: Marilen Rauch

Die skulpturalen Arbeiten von Ollie Gandul Reyes bewegen sich an der Grenze zwischen Körper und Objekt, zwischen Intimität und Konfrontation. Gandul Reyes arbeitet mit organischen Formen und Fragmenten, die an Rüstungen, Prothesen oder Fetisch-Objekte erinnern. Häufig kommt Keramik zum Einsatz – ein Material, das zugleich verletzlich und widerständig ist –, um Themen wie Begehren, Verletzlichkeit, Kontrolle und Transformation zu verhandeln.

In einer Zeit, in der Körper zunehmend reguliert, optimiert und kategorisiert werden, versteht Gandul Reyes Skulptur als ein subversives Werkzeug der Befragung: Was bedeutet es, einen Körper zu haben, ihn zu bewohnen? Die Werke erzählen von hybriden Wesen, von Begehren, von einer Existenz, die sich nicht in Kategorien fassen lässt.

Gandul Reyes möchte Räume öffnen für Ambivalenz – roh, sinnlich, widersprüchlich. Die Skulpturen sind keine Antworten, sondern Fragen: an uns selbst, an unser Begehren, an unsere gesellschaftlichen Körperbilder.

Die Arbeit, die im Keramikkünstlerhaus in Neumünster entstanden ist, manifestiert sich in einer Installation, die von glasierten Keramik-Kreaturen bevölkert wird. Diese Wesen laden dazu ein, einen Raum der Anziehung und des Begehrens zu betreten – eine Art „Dark Room“, in dem das Spielerische mit dem Intimen verschmilzt. Mit dem Titel Horny eröffnet sich eine Begegnung mit dem Fremden und dem Absurden: ein sinnliches Fest, in dem sich das Begehren in vielfältigen Gestalten zeigt, oszillierend zwischen Vertrautem und Unheimlichem, zwischen Verletzlichkeit und Ekstase.

https://www.instagram.com/olliegandul/

Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 11. September, um 18 Uhr mit einer kurzen Einführung von Marilen Rauch und einem Künstlergespräch.

Öffnungszeiten: Fr 12.9. bis Mo 15.9. jeweils 14 bis 17 Uhr